Vincenzo Estremo

Normalwaschgang

“Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen”
Ludwig Wittgenstein

Im zehnten Kapitel des Kapitals beschreibt Karl Marx die unterschiedlichen Arten, die kapitalistische Gesellschaften und die Institutionen der Nationalstaaten entwickelt haben, um den Arbeitstag auszudehnen. Für Marx ging die Ausdehnung des Arbeitstags mit einem Anstieg der Ausbeutung der Arbeiter einher. Der Arbeitslohn wird nach Marx´ Theorie mit einer begrenzten Arbeitsleistung erworben, die restliche an einem Tag geleistete Arbeit dient einzig dazu, einen wirtschaftlichen Mehrwert zu erzeugen, der nicht dem Arbeiter, sondern dem Arbeitgeber zugutekommt. Die Arbeiter begannen ab dem 19. Jahrhundert für eine Verringerung der Arbeitszeit zu kämpfen, in einer Epoche, als Arbeitstage sechzehn Stunden umfassten; sie erzielten erst Schichten von zwölf, dann von zehn, um schließlich bei jenen acht Stunden anzulangen, die die industrielle Moderne geprägt haben. Seit diesen Kämpfen, die auch zur Einführung des Tags der Arbeit am 1. Mai 1889 führten, hat sich die Situation radikal gewandelt. Heute wohnen wir bspw. dem Phänomen des Abbaus von Arbeiterrechten bei, der sich auch und insbesondere auf die Arbeitszeiten niederschlägt. Bei der Deregulation handelt es sich um ein politisches Phänomen, das im Rahmen der neu geregelten Arbeitsbedingungen die Zeit, welche Arbeitnehmer für ihre produktive Aktivität aufbringen, verändert hat. Die Arbeitszeit des einzelnen Lohnempfängers ist unberechenbar geworden und der Lohn selbst ungewiss, so dass es schwierig wird, diesem Begriff noch Bedeutung zuzusprechen.

Wenn man die Veränderung des Zeitbegriffes in der Arbeit untersuchen will, ist es meiner Ansicht nach wichtig, bei dem Konzept von Freizeit und ihrem Verhältnis zur Arbeitszeit anzufangen. Jedes Jahr gibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Better Life Index heraus, eine Rangliste, deren Titel schon den Anspruch verrät, das Verhältnis der Faktoren Zeit/Arbeit in den Mitgliedsländern zu untersuchen[1]. Wenn man diese Liste unter geographischen Gesichtspunkten betrachtet, erkennt man ganz klar, dass die Work-Life Balance in den Ländern der aufstrebenden Ökonomien – mit der Türkei, Mexiko und Südkorea auf den letzten Plätzen – dramatisch absackt. Diese Länder zeichnen sich durch einen hohen Beschäftigungsgrad bei gleichzeitig schlechtem Niveau der Arbeitnehmerrechte aus. Die Untersuchung der historischen Entwicklung des Verhältnisses von Zeit und Arbeit erlaubt es uns, einige formale Interpretationsmöglichkeiten für soziale Faktoren der heutigen Zeit zu finden. Historisch gesehen kann das synoptische Ensemble Zeit-Produktion-Reduktion-Steigerung in eine direkt und invers definierbare proportionale Vierergruppe übertragen werden: In der Geschichte der Arbeit geht mit der quantitativen Ausdehnung des Arbeitstags eine Produktionssteigerung und gleichzeitige eine Verminderung der Rechte einher; umgekehrt entspricht der Verringerung der Arbeitszeit eine Verminderung der Produktion mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität der Arbeitnehmer. Der funktionale Zusammenhang dieser Faktoren hat sich heute vor allem aufgrund der veränderten Produktionsbedingungen gewandelt. Wir werden sehen auf welche Weise das Zerbrechen der bipolaren Dialektik Zeit/Arbeit nach und nach auch andere Faktoren des Produktionssystems zerstört, wobei wir insbesondere einige der kritischen Strategien aufzeigen wollen, die die Kunst gegen diese Tendenz ins Feld führt.

1999 habe ich meine erste bezahlte Arbeit mit regulärem Arbeitsvertrag aufgenommen. Ein Haushaltsgeräteproduzent in meiner Heimatstadt stellte mich ein und teilte mich nach kurzem Training einer Produktionseinheit am Fließband zu, wo ich für die Montage der Waschtrommeln zuständig war. Acht Stunden am Tag schoss ich Plastikdübel, die in einer dafür vorgesehenen Öffnung zwischen der Trommel aus Edelstahl oder Plastik und den beiden hydraulischen Kolben verschwanden. Die Arbeit folgte dem Rhythmus des Fließbands, das mir weniger als 40 Sekunden ließ, um diesen Arbeitsschritt auszuführen, bei einer Produktion von 512 Waschmaschinen in einer Schicht. In jenen Jahren, gegen Ende der Neunziger, entwickelten einige Haushaltsgeräteproduzenten parallel zu der existierenden Zeitorganisation andere Formen, bei denen nicht der Zeitgeber entschied, wie viel Zeit für einen Arbeitsschritt nötig war, sondern der Arbeiter selbst. Mit einer Reihe von Knöpfen, die dem Weitertransport dienten, bestimmte der Arbeiter, wie lange ein Gegenstand auf dem Fließband verblieb. Seltsamerweise beschleunigten die Arbeiter, die ihren Arbeitsrhythmus selbst bestimmen konnten, nun und machten sich daran zu hyper-produzieren. So führten diese neuen Methoden einen deutlichen Anstieg der Industrieproduktion herbei, um schließlich, wie in einigen Fällen in Polen und der Türkei, Produktionsabläufe hervorzubringen, bei denen 5000 Produkteinheiten in einer 8-Stunden-Schicht hergestellt werden. Ich selbst kam nicht dazu, an der Erprobung der neuen Fließbänder teilzunehmen, denn mein Vertrag wurde nicht verlängert und der Direktor empfahl mir, lieber mein Studium fortzusetzen. Aber während der gesamten Zeit, in der ich in der Fabrik arbeitete, dachte ich darüber nach, aus welchen Gründen ein Mensch wohl hyper-produziert, wenn er seinen Arbeitsrhythmus selbst entscheiden kann. Es ist interessant zu beobachten, dass die Türkei, ein Land, in dem der hypereffiziente Produktionsablauf die Stärke des Systems ausmacht, einen hohen Ausbeutungsgrad aufweist und im Better Life Index eine der niedrigsten Positionen besetzt. Diese Funktionalisierung produziert einseitigen Profit und ruft den Argwohn des kritischen Beobachters hervor. 1966 äußerte der Philosoph Martin Heidegger in Bezug auf den Versuch des Menschen, den Weltraum zu erobern, seine Besorgnis angesichts der Risiken technischer Effizienz: „Es funktioniert alles. Das ist gerade das Unheimliche, daß es funktioniert und daß das Funktionieren immer weiter treibt zu einem weiteren Funktionieren, […] die Entwurzelung des Menschen ist schon da“.[2] Heideggers ausführlicher Vortrag über die Technik wirft ein Licht auf die Gründe, warum an die Stelle eines utopischen ein funktionaler Modernismus getreten ist, und wie dieser Prozess seinen Höhepunkt – zumindest im Moment – in der digitalen Revolution gefunden hat. Die Entmaterialisierung bringt das Neue mit sich: Neue Berufsbilder und neue Arbeitsrhythmen, auch wenn mit der Ausbeutung eine vormoderne Konstante beibehalten wird. Heute wird die geistige Arbeit ausgebeutet und es sind die Arbeitnehmer selbst, die diese Ausbeutung ermöglichen. Die Klasse des sogenannten Kognitariats (Cognitariato) – um ein Definition Franco Berardis (Bifo) zu übernehmen – ist das staatenlose Proletariat, das unabhängig und mit einem hohen Grad an Prekarität an zeitlich begrenzten Projekten arbeitet. Meiner Ansicht nach waren eine Reihe von unterschiedlichen Faktoren entscheidend an der Entstehung dieser Klasse von Arbeitnehmern beteiligt, aber einer der wichtigsten ist zweifellos die große Verbreitung technischer Hilfsmittel.[3]

In einer vielleicht vorhersehbaren Inversion wird heute eines der Ziele des Marxismus-Leninismus, und zwar der Kampf um die Aneignung der Produktionsmittel durch die Arbeiterschaft, in einer kapitalistischen Lesart wiedergegeben, mit dem Ziel, eine Menge von schwachen, dem kapitalistischen Druck besonders ausgesetzten Arbeitnehmern auszubeuten. Der Zugang zu den digitalen Produktionsmitteln bringt in Verbindung mit der selbständigen Bestimmung der Arbeitszeit den höchsten Grad an Ausbeutung hervor. Die Umkehrung der marxistischen Ideen ist nur ein Nebeneffekt des Scheiterns der Arbeitnehmerrechte, tatsächlich wird, wie Eric Hobsbawm festgestellt hat, der analytische Marx systematisch für kapitalistische und liberale Ziele eingesetzt.[4] Der große Widerspruch zeigt sich in einer kuriosen Umkehr des marxistischen Standpunkts hinsichtlich des Mehrwerts, bei dem die erweiterte Arbeitszeit des Kognitariats in eine Machtbeziehung zwischen Gelehrten, Händler und Krieger[5] eintritt. Die Flexibilität als Re-Temporalisierung und Delokalisierung der Arbeit ist ein Instrument zur Umwandlung der Produktionsstrukturen, das von Reformpolitikern, die der Deregulierung anhängen, gewollt und gefördert wird. In den neoliberalen Theorien ist die Anwendung der Flexibilität die einzige mögliche Vorschrift, das heißt, das Erpressen der Gelehrten – Bifos Definition folgend – seitens der Politiker und Unternehmer, um ein hohes Maß an Wettbewerb in der globalen Ökonomie zu bewahren. Das Zeitalter der Flexibilität verschiebt die Kosten und die Verantwortung für Arbeit auf die Arbeitnehmer über Praktiken der Verantwortlichung des Produktionsprozesses.

Wir sind bei einem nomadischen Arbeitnehmer angelangt, der seine Zeitstruktur selbst entscheidet, einer Monade, dem der gesamte Produktionsprozess anvertraut ist. Diese Arbeitnehmer haben immer mehr mit den neuen Medien zu tun, bei denen die Zeit nicht nur eines der konstitutiven Elemente ist, sondern gleichzeitig auch begründender Gegenstand. Die Idee vom Video auszugehen für eine Reflexion über die Umgestaltung der Arbeitszeit in der heutigen Zeit, beruht auf einigen Merkmalen des Videos, das Frederic Jameson als „most distinctive new medium, a medium which, at its best, is a whole new form in itself[6] beschreibt. Die Klassifizierung und Definition von Videotechnik muss die Polysemie des Mediums berücksichtigen. Der Begriff Video bezeichnet nämlich – in einer Form der zeitlichen Koinzidenz – sowohl das kulturelle Produktionsmittel wie auch das kulturelle Objekt an sich. Die Gleichzeitigkeit von Bild und Zeit zeigt uns, wie problematisch der Faktor Zeit innerhalb dieses Mediums ist und wie die Re-Temporalisierung der Produktionsarbeit, deren Prozess von einer einzigen Person – die Produzent, Regisseur/Künstler und Cutter ist – gehandhabt werden kann, diese schwierige Situation weiter zuspitzt. Die mit Video arbeitenden zeitgenössischen Künstler arbeiten mit und über Zeit, wenn sie von der Verfügbarkeit der Produktionsmittel und der Erweiterung des Trägers ausgehen können. Die Auswirkungen dieser Selbstreflexion bringen nicht nur formale, sondern häufig auch politische und kritische Ergebnisse hervor. Will man diese Veränderungen zurückverfolgen, muss man bis in die 1960er Jahre zurückgehen, in denen sich die Kunst mit einer Hybridisierung von Ausdruckssprachen regeneriert, bei der technologische Faktoren ausschlaggebend sind. Die Kunst-Zeit stimmt mit der Lebens-Zeit überein, und Video bietet Formalisierungsmöglichkeiten, die sich im Laufe der Jahre weiter entwickeln und verändern. Die Künstler Vito Acconci und John Baldessari zum Beispiel experimentieren mit der Möglichkeit der langen Dauer des Video und akzeptieren die anorganische und ewig gegenwärtige Wiedergabe von auf Magnetband aufgezeichneten Performances. Auch Albert Serra interessiert sich für die zeitlichen Möglichkeiten, die Videokunst bietet. Seit er begonnen hat, mit Video zu arbeiten, schöpft der Künstler das Potential von Aufzeichnung und Speicherung des Mediums im digitalen Format aus, um sehr lange Sequenzen zu realisieren und so monumentale Produktionen zu schaffen.[7] Der Erwerb und Besitz der Produktionsmittel hat, in Umkehrung der marxistischen Sicht, den ersten wahren Einschnitt für ein System der Hyper-Produktion von Bildern dargestellt. Aber auch wenn der Parallelismus von industrieller und ikonischer Hyper-Produktion treffend und die Folgen ähnlich erscheinen mögen, denke ich, dass die Problematik beider Prozesse (auch) in der zeitlichen Hypertrophie dieses Prozesses zu finden ist. Das Vorhandensein von Ausbeutung und der programmierte Anstieg dieser Ausbeutung sind das Ergebnis eines Ungleichgewichts von Leben und Zeit. Die daraus hervorgehenden Grenzsituationen wie der Einbruch der Arbeitnehmerrechte auf der einen und die Schwäche der Bilder auf der anderen Seite, sind das Ergebnis einer Verschärfung dieser dualistischen Beziehung. Sich selbst keine Zeit zuzugestehen, geleitet vom persönlichen Bestreben zu produzieren, erlaubt uns eine egoistische Befriedigung zu erlangen und bedeutet Billigung der Selbstausbeutung. Dieser Riss in der Zeit verbindet sich, bezogen auf die künstlerische Produktion, ideell mit der Synkretizität der digitalen Systeme und erschafft einen Käfig, aus dem es schwierig ist zu entkommen.

Eines Tages, als ich an den Künstler Hélio Oiticica[8] dachte – über den man mir erzählt hatte, dass er sich nach eigener Aussage bei der Beobachtung der Bewegungen seiner Parangolés dem Verständnis der Zeitstruktur seiner Quasi-cinemas angenähert habe – begann ich, meiner Waschmaschine beim Waschen zu zuschauen. Ich glaube, dass ich mich an jenem Nachmittag an das annäherte, was ich dann in dieser Form niederschrieben habe, vor allem aber habe ich das alternative Gewicht der Zeit in der Form bewegter Bilder festgestellt. Die Temporalität, von der ich spreche, ist die, welche die Künstlergruppe Superflex als instrumentell definiert: Tools.[9] Während die Maschine ihren Waschgang fortsetzte, dachte ich darüber nach, auf welche Weise mich die Zeit, die ich verschwendet glaubte, von der Ausbeutung, in der ich bewusst gefangen war, befreien konnte. Ich glaube, aber nicht als Einziger, dass in unserer Fähigkeit, sie – die Zeit – nicht zu nutzen, viel von unserem Kampf steckt. Und so kehrt die Aktion der Künstlergruppe Superflex, die in The Working Life[10] die Unterbrechung des Tätigkeitsflusses als Zerstörung des Geflechts Zeit/Hyper-Produktion aufzeigt, nicht zufällig als Video wieder und nicht zufällig bei einer Gruppe von geistig arbeitenden Menschen. Superflex hebt die Zeit auf und rät uns, das überall zu tun: Im Bad, im Büro, in dem wir jeden Tag unsere Arbeit leisten, und sogar im Museum. Der Diskurs in The Working Life besitzt die Struktur eines Videobildes, das synkretisch, aber nicht komplex ist, setzt vor allem seine Zeit – 10 Minuten 51 Sekunden – dafür ein, uns dazu zu bringen, dem profitablen Zeit-Produkt-System Einhalt zu gebieten. Das Fehlen kollektiver Produktivität wird gleichzeitig Kampf und Ablehnung der Leistungs-Mentalität, auf der die neoliberale Ideologie gründet. In der Zwischenzeit hat der Waschgang fast meinen gesamten Nachmittag eingenommen und so gehe ich, als er zu Ende ist, auf die Terrasse, wo die Sonne mich erwartet, und hänge meine Wäsche zum Trocknen auf.

Vincenzo Estremo ist Doktorand an den Universitäten von Udine (Italien) und Linz (Österreich), mit einem Forschungsprojekt über den historiografischen Wert des Videos nach den Attentaten vom 11. September. Er leitet als Autor und Herausgeber die Online-Zeitschrift Drost Effect Magazine.

[1] http://www.oecdbetterlifeindex.org/#/00000000000 [10/08/2015]

[2] Ursprünglich äußerte Heidegger diese Gedanken in einem Gespräch mit dem “Spiegel” am 23. September 1966, nach dem Start der Sputnik; das Gespräch erschien am 30. Mai 1976 unter dem Titel „Nur noch ein Gott kann uns retten im “Spiegel”

[3]Wenn wir uns der Sprache des 20. Jahrhunderts bedienen wollen, dann konfrontiert der Triumph der Menge das Neoproletariat der Diaspora, die in der Gesellschaft des Spektakels arbeitenden Kreativen, den General Intellect und die staatenlose neue Bourgeoisie der Bewegungen mit dem großen Thema des Bewusstseins ihrer selbst. Ohne ein Selbst-Bewusstsein kann das Proletariat keine Klasse bilden, können die Eigentümer nicht zur Bourgeoisie werden, wie man einst gesagt hätte, und befinden sich die in kreativen Berufen Tätigen inmitten ihres Daseins als Cognitariat (Franco Berardi – Bifo), anstatt eine kreative Klasse zu werden (Richard Florida)“. Vgl. Aldo Bonomi, Sole 24 Ore, 31. Oktober 2010, S. 31.

[4] Eric J. Hobsbawm, Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Hanser, München/Wien 1995.

[5] Franco Berardi, Il sapiente, il mercante, il guerriero. Dal rifiuto del lavoro all´emergere del cognitariato, Derive e Approdi, 2004.

[6] Frederic Jameson, Postmodernism or The Cultural Logic of Late Capitalism, Durham, NC, Duke University Press, 1991. p. X

[7] The Three Little Pigs von Albert Serra, für die dOCUMENTA (13) Kassel produziert, hat dauert 101 Stunden.

[8] Ich danke Hugo Canoilas, dass er mir von Hélio Oiticica erzählt hat, und davon, wie er die Zeit in seiner Arbeit einsetzt. Ich habe mich von Hugo anregen lassen und etwas anderes geschaffen, deswegen wird er mir nachsehen, dass im Text meine Waschmaschine vorkommt.

[9] Tools sind Instrumente der heutigen Gesellschaft, die Superflex bereitstellt, damit wir wieder ein Bewusstsein von uns selbst innerhalb der Gesellschaft entwickeln können und unsere Rechte wieder aufbauen: http://superflex.net/tools [21/08/2015]

[10] 10 The Working Life, Superflex (2013). https://vimeo.com/58458084 [21/08/2015]

 

Universal washing cycle

“Concerning that about which one cannot speak, one must remain silent”
Ludwig Wittgenstein

In chapter ten of Das Kapital, Karl Marx explains the methods that capitalist societies and nationalist institutions have elaborated to prolong the working day. For Marx, extending the working day was equivalent to a quantifiable increase in exploitation of the workers. A subsistence salary, according to Marx’s economic theories, is earned by a limited amount of work. All the remaining work done during the day serves only to produce an economic surplus for the benefit of the employer, not the worker. Workers have fought to reduce working hours and, with respect to 1800 when the working hours were sixteen, first they obtained a shift of twelve hours, then ten, until they finally arrived at eight, which is characteristic of modern industry. Those struggles, which ended with the institution of the International Workers’ Day on May 1st, 1889, changed the situation radically. Today, for example, workers’ rights are eroding, a phenomenon that has also made inroads into the timing of work as well. Deregulation is a policy strategy that, as working conditions have been revised, has re-modulated the time that workers spend on their productive activities. It has become impossible to calculate the productive time of an employee so salary is an equally uncertain quantity and the term itself is hardly significant any more.

If we want to consider the changes to the notion of time as a component of work, I believe it is important to start from the concept of leisure time and its expression as a ratio of time dedicated to work. Every year the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) prepares the Better Life Index, a ranking that, right from the name, makes no mystery of the intention to examine the ratio between the time/work factors in the countries that belong to the organization.[1] If we observe the geography of this list, it is very clear that the Work-Life Balance perceived in the new economy countries including Turkey, Mexico and South Korea, occupies the lowest ranks of the classification. These countries have a good employment rate, but offer a minimum level of labour rights. Observing the historical evolution of the time/work ratio reveals some keys to the formal interpretation of important contemporary social factors. Historically speaking, the synoptic time-production-reduction-increase relationship can be defined as a directly and inversely proportional quatern. In fact, in the history of labour, the quantitative extension of the working day is associated with increased production and reduction of rights. On the other hand, the quantitative reduction of working time corresponds to decreased production and a significant increase in the workers’ quality of life. The functional relationship among the factors has changed in our time mostly because of mutated production conditions. We will examine, in the course of these considerations, how the fracture of the bipolar time/labour dialectic is slowly breaking down other factors of the productive system. Above all, we will focus on some of the critical strategies we can implement to oppose this drift.

In 1999, I got my first paid job with a regular labour contract. I had been hired by a home appliances firm in my city. After a training period, I was assigned to a production phase on the assembly line where I was supposed to mount washing machine drums. For eight hours a day, I shot plastic dowels into specially shaped holes between the steel or plastic drums and the eyelets of two hydraulic piston supports. Work proceeded at the speed of the conveyor belt, which allowed me to complete the phase in less than forty seconds for an output of 512 washing machines per shift. At that time (end of the 1990s), some appliance firms were developing other forms of timing, while existing systems were still in function, where the worker established the time to do the job instead of a timer. The time that a piece remained on the assembly line was determined by the worker who used a series of buttons to advance each piece along the line. Mysteriously, given the possibility to choose their own speed, workers accelerated and hyper-produced. These new methods led to a significant increase of industrial production. In some cases in Poland and Turkey, there were single circuits that succeeded in turning out 5000 product units in an 8-hour shift. I never had the opportunity to work personally on the experimentation with the new assembly lines, my contract was not renewed and the factory director encouraged me to continue my university studies. However, for the whole time I was working in the factory, I continued to think about the reasons why a human being would over-produce if given the opportunity to decide on the speed of the work. It is interesting to note that in Turkey, a country where the hyper-efficient single cycle represents the key to the productive system, the level of exploitation is very high and positioning on the Better Life Index is substantially the lowest. This functionalism produces unilateral benefits and makes a critical observer suspicious. In 1966, in a comment on man’s attempt to conquer space, the philosopher Martin Heidegger revealed his wariness of the danger that technical efficiency can represent, “Everything works. This is what is so disturbing: that it works and that functionality pushes on to another sort of functionality, […] man is already practically uprooted”.[2] Heidegger’s long lesson about technique has clarified the motive of why functional modernism has substituted utopian modernism and how this process has climaxed, at least for now, in the digital revolution. Novelty necessarily accompanies dematerialization: new job specific skills and new timing for job execution, while maintaining exploitation at the constant values prior to the modern era. Today intellectual work is exploited and workers themselves foment this exploitation. The class of the so-called cognitariat, as defined by Franco Berardi (Bifo), is a stateless proletariat that works independently on highly precarious temporary projects. In my opinion, a number of contingent factors played the key roles in the affirmation of this class of workers, the most important of which is undoubtedly the universal diffusion of technical instruments.[3] In an inversion that was perhaps foreseeable, the original objective of the Marxist-Leninist practice, meaning the workers’ struggle for the means of production, today reappears in a capitalist version to exploit a group of workers who are weak and have little to shield them from capitalist coercion. Accessibility of digital means of production mixed with self-determination of working time produces the highest level of exploitation. The overturning of Marxist thought is merely an auxiliary failure of labour rights. As Eric Hobsbawm sustains, Marx’s analytics are systematically applied for capitalist and liberal purposes.[4] The great contradiction is evident in the curious inversion of the Marxist perspective on the creation of value, in which the expanded working time of the cognitariat class enters into a power relation among the sage, the merchant and the warrior.[5] Flexibility, in the form of re-timing and de-localizing work, is an instrument of modification of the productive structures, created and promoted by reformist politicians in favour of deregulation. In neo-liberal theories, application of flexibility is the only possible system of regulation or, rather, coercion of the sages – according to Bifo’s definition – by politicians and entrepreneurs, in order to maintain a high level of competition in the world economy. The timing of flexibility transfers the costs and liabilities of the labour relations to the workers themselves by making them responsible for the productive process.

We have thus caught up with a nomad worker who alone decides the rhythm of his time, a monad entrusted with the entire production process. These workers are progressively more involved with the new media, in which time is not just one of the constitutional elements but is also an institutional object. The idea of starting from video as the object of reflection on the reconfiguration of working time in the contemporary world derives from some characteristics of video itself, which Frederic Jameson claims is a “most distinctive new medium, a medium which, at its best, is a whole new form in itself”.[6] The classification and definition of video must account for the polysemy of the medium. The term, video, in fact, in a form of temporal coincidence, indicates both the method of cultural production and the cultural object itself. The image/time synchrony gives us an idea of how critical the time factor is in this medium and how reprogramming the timing of production work, where each process may be handled by a single individual who has the roles of producer, director/artist and editor, accentuates the importance of this development. Contemporary artists who do videos, when in condition to produce – availability of the means of production and expansion of the support itself – work with time and on time. The effects of this self-reflection often go beyond formal results to include politics and protests. To follow the tracks of these changes back to their origins, we must go back to the 1960s when contemporary art regenerated itself by means of linguistic hybridization in which the technological factor became decisive. The time of art coincides with the time of life. Video offers means of formalization that have developed and changed over the years. The artists Vito Acconci and John Baldessari, for example, consider the possibility of a very long video and therefore accept the inorganic restitution and eternal time of the present in a performance registered on a magnetic tape. The artist Albert Serra is also interested in the possible time that he can obtain with a video. When he began to work with video, the artist made maximum use of the possibilities to record and save the medium in digital format, to take very long master shots that were then composed into monumental productions.[7] The acquisition and possession of the means of production, reversing the Marxist perspective, represented the first true condemnation to a system of hyper-production of the image. Even if the parallels drawn between industrial and iconic hyper-production seem to fit and the consequences also appear to resemble one another, I believe that the problematics of both processes also reside in the temporal hypertrophy of such a process. The existence of exploitation and the programmed increment of such exploitation is the outcome of an unbalance between life and time. The resulting borderline situations, such as erosion of workers’ rights on the one hand and weak images on the other, are the outcome of exasperating this dualistic relation. Not granting oneself time because of a personal ambition to achieve productivity allows us to reach an egoistic satisfaction and on the other to underwrite our own self-exploitation. This laceration of time, if applied to artistic production, is a perfect partner for the synchronicity of digital systems and generates a cage trap from which it is difficult to evade.

One day, as I was thinking of Hélio Oiticica[8]– someone had said to me that observing the movements of his Parangolés had led toward comprehension of the time structure in his almost-cinema – I began to stare at the universal washing cycle of my washing machine. That afternoon I believe I began to comprehend what I have written in this form, but above all to have identified the alternative weight of time in the form of moving images. The temporality to which I refer is that which the artists’ group Superflex consider instrumental: Tools.[9] While the washing machine continued its washing cycle, I was thinking of how that time that I considered lost could help to free me from the exploitation in which I was knowingly encaged. I believe, but do not believe that I am the only believer, that our capacity not to make use of time is the source of much of our struggle. So it is that the Superflex lesson in The Working Life[10] tells us that blocking the flow of activities destroys the time/hyper-production link. It returns, appropriately, in video form and, appropriately, from a group of intellect workers. Superflex suspends time and suggests we do the same everywhere: in bathrooms, in the offices where we do our jobs every day and even in museum rooms. The discourse of The Working Life is structured like a video image, synchronic but not complex, but most importantly it uses its time – 10 minutes and 51 seconds – to push us toward the shutdown of the virtual time-product system. The lack of collective productivity becomes, contemporaneously, struggle and negation of the efficiency mentality that underlies neo-liberal ideology. In the meantime, the washing cycle had absorbed almost all the time of my afternoon, so at the end of the cycle I went out on the terrace, found the sun waiting for me and finally hung out my laundry to dry.

Vincenzo Estremo is a doctoral candidate under joint guidance of the universities of Udine (Italy) and Linz (Austria), conducting research on the historiographical value of video after the September 11 attacks. An author and curator, he directs the Drost Effect Magazine online review.

[1] http://www.oecdbetterlifeindex.org/#/00000000000 [10/08/2015]

[2] The declaration was originally issued to the German weekly magazine Der Spiegel on 23 September 1966 after the Sputnik launch and published in 1973, Martin Heidegger, “Nur noch ein Gott kann uns retten” in Der Spiegel 30 (May, 1976). Italian translation, Martin Heidegger, Discorsi e altre testimonianze del cammino di una vita 1910-1976, Genoa, Il Nuovo Melangolo, 2005, p. 597. English translation, Only a God Can Save Us in Id. “The Man and the Thinker (1981)”, pp. 45-67.

[3] “If we want to use the words of the twentieth century, the triumph of the multitude poses the great theme of self-awareness to the wandering neo-proletariat, the creatives employed by the society of entertainment, the General Intellect and the stateless, flowing neo-middle class. In fact, without self-awareness, the proletariat does not form a class, the owners don’t become middle class as was once said, and the creatives set to work mingle in the midst of the cognitariat (Franco Berardi – Bifo) rather than forming a creative class (Richard Florida)”. See also Aldo Bonomi, Sole 24 Ore, 31 October 2010, p. 31.

[4] Eric J. Hobsbawm, Il Secolo breve, 1914-1991: l’era dei grandi cataclismi, Milan, Rizzoli, 1995.

[5] Franco Berardi, Il sapiente, il mercante, il guerriero. Dal rifiuto del lavoro all’emergere del cognitariato. Derive e Aprrodi, 2004.

[6] Frederic Jameson, Postmodernism or The Cultural Logic of Late Capitalism, Durham, NC, Duke University Press, p. X

[7] The Three Little Pigs by Albert Serra, produced for dOCUMENTA (13) of Kassel, a video of 101 hours.

[8] I want to thank Hugo Canoilas for telling me about Hélio Oiticica and for telling me about the use of time in his work. I took Hugo’s point and made something different of it, so I ask his forgiveness if there is room in the text for my washing machine.

[9] Tools are instruments of contemporary society that Superflex prepares to enable us to recover conscience of ourselves in our society and to reconstruct what our rights are: http://superflex.net/tools [21/08/2015]

[10] The Working Life, Superflex (2013). https://vimeo.com/58458084 [21/08/2015]

Ciclo unico di lavaggio.

“Concerning that about which one cannot speak, one must remain silent”
Ludwig Wittgenstein

Nel capitolo dieci del Capitale, Karl Marx racconta i vari modi in cui le società capitalistiche e le istituzioni degli stati nazionali hanno lavorato per estendere la giornata lavorativa. Per Marx all’estensione della giornata di lavoro corrispondeva l’aumento quantitativo dello sfruttamento dei lavoratori. Il salario di sussistenza, stando alle teorie economiche di Marx, si acquisisce con una prestazione limitata di lavoro, tutto il resto del lavoro all’interno della giornata, servirebbe solo a produrre un surplus economico destinato non al lavoratore ma al datore di lavoro. I lavoratori hanno lottato per la riduzione dell’orario di lavoro e, a partire dal 1800, in cui la giornata lavorativa era di sedici ore, hanno ottenuto prima un turno da dodici, poi da dieci sino ad arrivare alle otto ore che hanno caratterizzato la modernità industriale. Da quelle lotte, conclusesi con l’istituzione della festa dei lavoratori nel 1° maggio nel 1889, la situazione è cambiata radicalmente. Oggi per esempio siamo interessati da un fenomeno erosivo dei diritti dei lavoratori che ha inciso anche e sopratutto sulla temporalità lavorativa. La deregulation è un fenomeno politico che, nel riassetto delle condizioni di lavoro, ha rimodulato il tempo che i lavoratori spendono per la loro attività produttiva. Il tempo di produzione di ogni salariato è divenuto incalcolabile e il salario stesso incerto tanto che risulta difficile considerare ancora significante questo termine.

Volendo indagare la modificazione della nozione di tempo all’interno del lavoro credo sia importante partire dal concetto di tempo libero e dal rapporto tra questo e il tempo dedicato al lavoro. Ogni anno l’organizzazione per la cooperazione e lo sviluppo economico (OECD) stila il Better Life Index una classifica che già dal nome non fa mistero della pretesa di indagare il rapporto tra i fattori Tempo/Lavoro all’interno dei paesi aderenti all’organizzazione.[1] Osservando la geografia di questa lista si percepisce chiaramente come il Work-Life Balance precipiti nei paesi della nuova economia, con Turchia, Messico e Sud Corea ad occupare le posizioni più basse della classifica. Questi paesi sono caratterizzati da un buon grado occupazionale, ma da un livello minimo di diritti del lavoro. L’osservazione delle evoluzioni storiche del rapporto Tempo/Lavoro ci permette di trovare delle chiavi di interpretazione formali di alcuni importanti fattori sociali della contemporaneità. Storicamente il quadro sinottico tempo-produzione-riduzione-aumento si può trasformare in una quaterna proporzionale direttamente e inversamente definibile, infatti, nella storia del lavoro all’estensione quantitativa della giornata di lavoro si associa l’aumento della produzione ma la riduzione dei diritti. Inversamente alla decrescita quantitativa del tempo di lavoro corrisponde una diminuzione della produzione con un aumento sensibile della qualità di vita dei lavoratori. La relazione funzionale tra i fattori oggi è venuta alterandosi soprattutto a causa delle mutate condizioni di produzione. Vedremo, nel corso del discorso, in che modo la rottura della dialettica bipolare Tempo/Lavoro stia di volta in volta frammentando anche altri fattori del sistema produttivo, ma soprattutto sottolineeremo alcune delle strategie critiche che l’arte mette in campo in opposizione a questa deriva.

Nel 1999 ho fatto la mia prima esperienza di lavoro retribuito con regolare contratto di lavoro. Ero stato assunto da un’azienda di elettrodomestici della mia città che, dopo un periodo di training, mi aveva destinato ad una fase della produzione sulla catena di montaggio in cui mi sarei dovuto occupare dell’assembramento del cestello delle lavatrici. Per otto ore al giorno sparavo dei tasselli di plastica che finivano in un foro sagomato tra il cestello in acciaio o in plastica e gli occhielli di due pistoncini idraulici di sostegno. Il lavoro seguiva il tempo del nastro trasportatore che mi consentiva di completare la fase in meno di quaranta secondi per una produzione di 512 lavatrici per turno di lavoro. In quegli anni, alla fine degli anni Novanta, alcune aziende di elettrodomestici stavano sviluppando, parallelamente a quelle esistenti, delle forme temporali diverse in cui a decidere il tempo necessario al lavoro non fosse un temporizzatore, ma l’operaio stesso. Il tempo di permanenza del pezzo sulla catena di montaggio veniva deciso dall’operaio mediante una serie di pulsanti che permettevano l’avanzamento del pezzo stesso. Misteriosamente l’operaio, messo in condizione di scegliere la temporalità del lavoro, finiva per accelerare e iper-produrre, queste nuove metodologie hanno portato ad una crescita sensibile della produzione industriale arrivando, come in alcuni casi in Polonia e Turchia, a cicli unici in cui è possibile finire 5000 unità di prodotto per turno di 8 ore. Personalmente non ebbi la possibilità di lavorare alla sperimentazione delle nuove catene di montaggio, il mio contratto non venne rinnovato e il direttore dello stabilimento mi consigliò di continuare gli studi universitari, ma durante tutto il tempo in cui fui impiegato in fabbrica continuai a riflettere sui motivi per cui un essere umano debba iper-produrre se messo in condizioni di decidere la temporalità. E’ interessante notare come in Turchia, paese in cui il ciclo unico di iper-efficienza rappresenta la forza del sistema produttivo, il grado di sfruttamento sia molto alto e il posizionamento nel Better Life Index sia sostanzialmente quello più basso. Questa funzionalizzazione produce benefici unilaterali destando sospetti agli occhi dell’osservatore critico. Nel 1966 il filosofo Martin Heidegger, commentando il tentativo dell’uomo di conquistare lo spazio, manifestava il suo turbamento per il pericolo dell’efficienza della tecnica: “Tutto funziona. Questo è appunto l’inquietante, che funziona e che il funzionare spinge oltre verso un ulteriore funzionare, […] lo sradicamento dell’uomo è già cosa fatta”.[2] La lunga lezione di Heidegger sulla tecnica ha reso più chiaro il motivo per cui a un modernismo utopico sia subentrato uno funzionale e come questo processo avrebbe trovato il suo apice – almeno per ora – nella rivoluzione digitale. La dematerializzazione porta con sé il nuovo: nuove professionalità e nuova temporalità del lavoro, pur mantenendo nello sfruttamento una costante premoderna. Oggi ad essere sfruttato è un lavoro intellettuale e ad alimentare questo sfruttamento sono gli stessi lavoratori. La classe del cosiddetto cognitariato, così come da definizione di Franco Berardi (Bifo), è il proletariato apolide che lavora indipendentemente a progetti temporanei ma ad alto grado di precarietà. A mio parere sono stati diversi i fattori contingenti che hanno giocato un ruolo determinante nell’affermazione di tale classe di lavoratori, ma tra i primi vi è di certo la distribuzione capillare degli strumenti della tecnica.[3] In un inversione forse prevedibile quello che era stato l’obbiettivo della prassi Marxista-Leninista, ovvero la lotta per l’acquisizione operaia dei mezzi di produzione, viene oggi riproposta in chiave capitalista al fine di sfruttare un insieme di lavoratori deboli e molto esposti al ricatto capitalista. L’accessibilità ai mezzi di produzione digitale mescolata all’auto-determinazione del tempo di lavoro, produce il grado massimo di sfruttamento. Il rovesciamento del pensiero marxista è solo un fattore laterale del fallimento dei diritti del lavoro, infatti in linea con quanto sostiene Eric Hobsbawm, vi è una applicazione sistematica del Marx analitico a fini capitalistici e liberali.[4] La grande contraddizione si manifesta in una curiosa inversione della prospettiva marxista sulla creazione di valore in cui il tempo espanso del lavoro della classe del cognitariato entra in una relazione di potere tra il sapiente, il mercante e il guerriero.[5] La flessibilità in forma di ri-temporalizzazione e delocalizzazione del lavoro, è uno strumento di modificazione delle strutture produttive, voluta e promossa dai politici riformisti “deregolamentatori”. Nelle teorie neoliberal l’applicazione della flessibilità è l’unica normativa possibile o meglio il ricatto ai sapienti – stando alla definizione di Bifo – da parte di politici e imprenditori, al fine di mantenere un alto grado di competitività all’interno dell’economia globale. I tempi della flessibilità spostano i costi e le responsabilità del rapporto di lavoro sui lavoratori stessi attraverso pratiche di responsabilizzazione del processo produttivo.

Siamo arrivati dunque al lavoratore nomade che decide da sé il ritmo del suo tempo, una monade a cui è affidato l’intero processo della produzione. Questi lavoratori hanno sempre più a che fare con i nuovi media in cui il tempo non è solo uno degli elementi costitutivi ma è anche oggetto istitutivo. L’idea di partire dal video come oggetto di riflessione sulla riconfigurazione del tempo di lavoro della contemporaneità giunge da alcune caratteristiche stesse del video che Frederic Jameson afferma essere “most distinctive new medium, a medium which, at its best, is a whole new form in itself”.[6] La classificazione e la definizione di video deve tener conto della polisemia del medium, il termine video, infatti, indica – in una forma di coincidenza temporale – sia il mezzo di produzione culturale che l’oggetto culturale in sé. La sincronia di immagine/tempo ci dà la misura di quanto problematico sia il fattore tempo all’interno di questo medium e di come la ri-temporalizzazione del lavoro di produzione, in cui il processo può essere gestito da un’unica figura che fa da produttore, regista/artista, montatore, accentui notevolmente questa emergenza. Gli artisti contemporanei che lavorano al video, messi in condizione di produrre a partire dalla disponibilità degli strumenti di produzione e dall’espansione del supporto stesso, lavorano con il tempo e sul tempo. Gli effetti di questa auto-riflessione porta con se risultati non solo formali ma spesso politici e di denuncia. Per ripercorrere a ritroso le tracciare di questo cambiamento bisogna ritornare agli anni Sessanta in cui l’arte contemporanea si rigenera mediante un’ibridazione linguistica in cui il fattore tecnologico diviene determinate. Il tempo dell’arte coincide con il tempo della vita e il video offre modalità di formalizzazione che si vanno a sviluppare e a modificare negli anni. Gli artisti Vito Acconci e John Baldessari, per esempio, guardano alle possibilità di lunga durata del video e accettano la restituzione inorganica ed eternamente al tempo presente della performance registrata su nastro magnetico. Anche l’artista Albert Serra è interessato alle possibilità di tempo ottenibili con il video. Quando ha iniziato a lavorare con il video l’artista ha usato al massimo le possibilità di registrazione e immagazzinamento del medium in formato digitale, per la realizzazione di piani sequenza lunghissimi che vanno a comporre produzioni monumentali.[7] L’acquisizione e il possesso dei mezzi di produzione, invertendo la prospettiva marxista, ha rappresentato la prima vera condanna ad un sistema di iper-produzione dell’immagine e anche se il parallelismo tra iper-produzione industriale e iper-produzione iconica potrebbe sembrare calzante e simili potrebbero apparire le conseguenze, penso che la problematicità di entrambi i processi risieda (anche) nell’ipertrofia temporale di tale processo. L’esistenza dello sfruttamento e l’aumento programmato di tale sfruttamento è il frutto di un disequilibrio tra vita e tempo. Le situazioni limite risultanti, come l’erosione dei diritti dei lavoratori da un lato e la debolezza delle immagini dall’altro, sono il frutto di un esasperazione di questa relazione dualistica. Non concedersi tempo in virtù di una ambizione personale alla produttività ci permette da un lato di raggiungere una soddisfazione egoica e dall’altro di sottoscrivere lo sfruttamento di noi stessi. Questa lacerazione del tempo, se applicata alla produzione artistica, si sposa idealmente con la sincreticità dei sistemi digitali generando un ingabbiamento da cui è difficile uscire.

Un giorno pensando a Hélio Oiticica[8] – di cui mi avevano detto che osservando i movimenti delle sue Parangolés disse di essersi avvicinato alla comprensione della struttura del tempo dei suoi quasi-cinema – iniziai a fissare il ciclo unico di lavaggio della mia lavatrice. In quel pomeriggio credo di essermi avvicinato a quanto poi ho messo per iscritto con questa forma ma sopratutto di aver individuato il peso alternativo del tempo nella forma delle immagini in movimento. La temporalità di cui parlo è quella che il collettivo Superflex definisce strumentale: Tools.[9] Mentre la lavatrice continuava il suo ciclo di lavaggio io pensavo in che modo quel tempo che credevo perduto avrebbe potuto liberarmi dallo sfruttamento in cui ero consapevolmente ingabbiato. Credo, ma non credo di essere l’unico, che nella nostra capacità di non usarlo – il tempo – risieda molta della nostra lotta. Ecco allora che la lezione dei Superflex che in The Working Life[10] ci indica nel blocco del flusso delle attività l’annientamento dell’intreccio tempo/iper-produzione, ritorni non a caso in forma video e non a caso da un gruppo di lavoratori dell’intelletto. I Superflex sospendono il tempo, e ci suggeriscono di farlo ovunque: nei bagni, negli uffici in cui ogni giorno svolgiamo le nostre attività lavorative e persino nelle sale di un museo. Il discorso di The Working Life ha la struttura dell’immagine video, sincretico ma non complesso, e soprattutto usa il suo tempo – 10 minuti 51 secondi – per spingerci verso l’arresto del sistema virtuoso tempo-prodotto. La mancanza di una produttività collettiva diventa allo stesso tempo lotta e negazione della mentalità dell’efficienza su cui si fonda l’ideologia neoliberista. Nel frattempo il ciclo di lavaggio si è preso quasi per intero il tempo del mio pomeriggio e così a fine lavaggio esco in terrazzo e trovo il sole ad attendermi e finalmente, stendo il mio bucato ad asciugare.

Vincenzo Estremo è dottorando in co-tutela presso le università di Udine (Italia) e Linz (Austria) con un progetto di ricerca sul valore storiografico del video dopo gli attentati dell’11 Settembre. Autore e curatore, dirige il magazine on line Drost Effect Magazine.

[1] http://www.oecdbetterlifeindex.org/#/00000000000 [10/08/2015]

[2] La dichiarazione venne rilasciata originariamente al settimanale tedesco “Der Spiegel” il 23 settembre 1966 dopo il lancio dello Sputnik e pubblicata nel 1973 Martin Heidegger, “Nur noch ein Gott kann uns retten” in “Der Spiegel” 30 (Mai, 1976). Tr. It. Martin Heidegger, Discorsi e altre testimonianze del cammino di una vita 1910-1976, Genova, Il Nuovo Melangolo, 2005, p. 597. Tr. En. Only a God Can Save Us in Id. “The Man and the Thinker (1981)”, pp. 45-67.

[3]Se vogliamo usare le parole del Novecento, il trionfo della moltitudine pone al neoproletariato della diaspora, ai creativi messi al lavoro nella società dello spettacolo, del General Intellect, alla neoborghesia apolide dei flussi il grande tema della coscienza di sé. Senza coscienza di sé, infatti, il proletariato non si fa classe, i padroni non si fanno borghesia, si sarebbe detto un tempo, e i creativi messi al lavoro stanno in mezzo nel loro essere cognitariato (Franco Berardi – Bifo) più che essere classe creativa (Richard Florida)”. Cfr. Aldo Bonomi, Sole 24 Ore, 31 ottobre 2010, p. 31.

[4] Eric J. Hobsbawm, Il Secolo breve, 1914-1991: l’era dei grandi cataclismi, Milano, Rizzoli, 1995.

[5] Franco Berardi, Il sapiente, il mercante, il guerriero. Dal rifiuto del lavoro all’emergere del cognitariato. Derive e Aprrodi, 2004.

[6] Frederic Jameson, Postmodernism or The Cultural Logic of Late Capitalism, Durham, NC, Duke University Press, 1991. p. X

[7] The Three Little Pigs di Albert Serra, prodotto per la dOCUMENTA (13) di Kassel ha una durata di 101 ore.

[8] Ringrazio Hugo Canoilas per avermi parlato di Hélio Oiticica e di avermi parlato dell’uso del tempo nel suo lavoro. Io ho preso lo spunto di Hugo e ne ho fatto qualcosa di diverso e quindi mi vorrà perdonare se nel testo trova spazio la mia lavatrice.

[9] I tools sono strumenti della società contemporanea che i Superflex approntano per permetterci di riacquistare coscienza di noi stessi all’interno della società e per ricostruire quelli che sono i nostri diritti: http://superflex.net/tools [21/08/2015]

[10] The Working Life, Superflex (2013). https://vimeo.com/58458084 [21/08/2015]

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